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Sonntag, 31. Januar 2010

Fazit: Viebrockhaus und Thöle GmbH

Im Herbst 2008 haben wir uns nach einer umfangreichen Suche nach einem gebrauchten Haus entschieden, doch selbst zu bauen, und zwar mit Viebrockhaus. Am 10. Februar 2009 war Baubeginn, Richtfest am 24. Februar 2009 und am 27. April 2009 konnten wir unser Häuschen abnehmen. Anfang Juni 2009 sind wir nach einigen Eigenleistungen dann eingezogen und fühlen uns seit dem in unseren eigenen vier Wänden sehr wohl.

Bevor wir uns für Viebrockhaus entschieden haben, haben wir uns im Internet ausführlich über die Erfahrungen, die andere mit den verschiedenen Anbietern gemacht haben, informiert. Nach dem umfangreichen Stöbern in Baublogs sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Viebrockhaus für und die richtige Wahl ist. Die meisten Bauherren waren mit Viebrockhaus sehr zufrieden und es gab so gut wie keine negativen Berichte. Zudem haben uns die Häuser von Viebrockhaus schon seit einem ersten Besuch im Musterhauspark gut gefallen, und es war für uns beruhigend, dass wir uns auf bewährte Standards verlassen konnten, denn wir haben weder Erfahrung, Zeit noch Lust, uns selbst detailliert um die Planung der einzelnen Gewerke zu kümmern. Ausgeprägte "Individualplaner" sollten prüfen, ob Viebrock die richtige Wahl ist. Für uns war die Auswahl aus den vielen verschiedenen Haustypen mit den unzähligen Varianten genau das richtige. Ein weiteres Plus war dann auch die Bauzeit-Garantie von drei Monaten, die bei uns locker unterschritten wurde.


Der gesamte Bauablauf war straff geplant und es gab kaum 2 aufeinanderfolgende Tage, an denen keine Handwerker auf der Baustelle waren. Die Handwerker von Thöle, Viebrock und der Subunternehmer waren allesamt freundlich, pünktlich, haben sehr ordentlich gearbeitet und jederzeit die vielen Fragen der neugierigen Bauherren geduldig beantwortet. Das hat bei uns einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Die Baustelle war stets zum Feierabend sauber und aufgeräumt. Das ist vermutlich die beste Werbung, die Viebrock in einem Neubaugebiet für sich machen kann.


Wir haben zu den wichtigsten Stationen während der Bauzeit einen unabhängigen Bausachverständigen zu Rate gezogen, der uns bestätigt hat, dass Viebrockhaus auch die erwartete gute Qualität abgeliefert hat. Für die entsprechende Umsetzung war die Thöle GmbH verantwortlich, denn Viebrockhaus ist ein Franchising-Unternehmen, das Deutschland in mehrere Gebiete aufgeteilt hat, in denen jeweils ein Bauunternehmen exklusiv die Viebrockhäuser baut. Viebrockhaus gibt dabei genauestens vor, welche Materialien verwendet werden dürfen und wie sie verarbeitet werden müssen. Dank unseres sehr engagierten Bauleiters von Thöle, Herrn Thaysen, war für uns die gesamte Bauphase sehr entspannt. Mängel (die nun mal bei jedem Hausbau auftreten) konnten wir wirklich mit der Lupe suchen, und die gefundenen wurden schnell und ordentlich behoben. Und nachdem wir hier in den letzten Wochen eisige Minus-Temperaturen und viel Schnee hatten, können wir jetzt sagen, dass das Häuschen (und Heizung) auch den Extrem-Winter-Test mit „sehr gut“ bestanden hat.


Das Ganze klingt schon fast nach einem Werbetext, aber wir sind wirklich rückblickend sehr zufrieden. Der Hausbau war für uns eine tolle und stressarme Erfahrung. Wir würden uns jederzeit wieder so entscheiden.



Sonntag, 24. Mai 2009

Fazit: Kostenplanung

Im Vorfeld zu unserem Hausbau-Projekt haben wir uns natürlich eine Menge Gedanken gemacht, wie wir unser Budget planen und möglichst auch einhalten können. Um festzustellen, was für ein Haus wir uns überhaupt leisten können, haben wir z.B. anhand von Kontoauszügen zuerst einmal ermittelt, was wir im Jahr so für Ausgaben und Einnahmen haben und was für ein Kredit für uns die beste Lösung ist. Darüber sind wir dann zu einer Summe x gekommen, die unser ganzes Hausbau-Projekt maximal kosten darf. Von vorn herein war unser Ziel, die gesetzte Summe einzuhalten. Neben der Hausbau-Summe sind natürlich auch die später monatlich anfallen Kosten für die Unterhaltung des Hauses wichtig und die Kreditraten.

Für uns war wichtig, zu jedem Zeitpunkt den Überblick über unsere Budgets zu behalten und immer zu wissen, wo man vielleicht etwas überzogen hat, um es dann an anderer Stelle wieder einzusparen. Es gibt natürlich auch Kosten, die man vorher gar nicht genau einschätzen kann (z.B. Sonderausstattung Elektro). Im Zweifelsfall fallen Sie immer höher aus als man denkt ;-). Also ist es auch wichtig, sich eine kleine Reserve ins Budget einzuplanen.

Bei der folgenden Aufstellung unserer Kostenbestandteile können wir natürlich nur von unserem Beispiel ausgehen. In anderen Bauprojekten kann das schon wieder ganz anders aussehen.

Hier nun die Kosten-Bestandteile in unserem speziellen Fall:

Kosten Grundstück:
  • Kaufpreis Grundstück
  • Grunderwerbssteuer
    Vermessungskosten
  • Behördenkosten/-gebühren (z.B. für Bauanzeige oder -antrag, Entwässerungsgenehmigung, Erschließungsbeitrag, Kanalbeitrag für Schmutzwasser- und Niederschlagswasser und Anschlüsse, Katasterkosten)
  • Notarkosten Grundstückskauf
  • Grundbucheintrag
    Erdarbeiten und Anschluss Schmutz- und Regenwasser
  • Hausanschlüsse Versorger (Wasser, Telefon, Strom)
Kosten Hausbau:
  • Kaufpreis Haus inkl. gewählter Sonderausstattung
  • Erdarbeiten
    Extras (z.B. Elektro-Sonderausstattung)
  • Drainage rund ums Haus
  • Baustrom, Bauwasser
Kosten Innenausbau/Einrichtung:
  • Maler-Materialien (Tapeten, Kleister, Farbe etc.)
  • Bodenbeläge (Parkett, Teppich, Fußleisten etc.)
  • Einbauküche
  • Duschkabine
  • Ggf. neue Möbelstücke
  • Terrassenmöbel
  • Gardinen
  • Lampen/Außenbeleuchtung
  • Bad-Ausstattung (Handtuch-, Rollenhalter etc.)
Kosten Außenanlagen:
  • Pflastern (Stellplätze, Wege, Eingangspodest etc.)
  • Terrasse
  • Gartenanlage
  • Pflanzen
  • Zaun
  • Gerätehaus/Gartenhäuschen
  • Rasenmäher, Gartenschlauch, Gartenwerkzeug etc.
Sonstige Kosten:
  • Bausachverständiger
  • Richtfest
  • Umzug
  • Baumarktmaterialien/Werkzeug
  • Reserven
Jetzt, kurz vor dem Einzug, sind fast alle Rechnungen unseres Hausbau-Projektes bezahlt. Ein nicht gerade geringer Betrag steht noch für die Außenanlagen an, die – vermutlich bei jedem Bauherren –erst mal etwas spärlicher ausfallen müssen als geplant oder teilweise ins nächste Jahr verschoben werden müssen, denn unser Ziel war ja, unser Budget einzuhalten. Und das haben wir im Großen und Ganzen geschafft. Die langen Planungen im Vorfeld haben sich also für uns gelohnt. Wir haben auch immer fortlaufend festgehalten, wo wir Budgets überzogen oder eingespart haben und waren so immer auf dem Laufenden, wo wir stehen. Das gab uns in der eh schon stressigen Bauzeit entsprechende Sicherheit.

Sonntag, 10. Mai 2009

Fazit: Bausachverständiger

Uff, da haben wir erst vor einem halben Jahr mit dem Bautagebuch begonnen und schon kommt ein erstes Fazit (weitere werden noch folgen).

Eine Frage die uns längere Zeit beschäftigt hat, und den vielen Anfragen nach zu urteilen auch viele andere zukünftige Bauherren, ist: "braucht man einen Bausachverständigen?" Gegenfrage vorab: was spricht dagegen? - zusätzliche Kosten. Was spricht dafür? - man hat beratend jemanden an seiner Seite, der mit Fachkenntnis und kritischem Blick die Arbeit des Bauunternehmens prüft.

Die Entscheidung für die Beratung durch einen Sachverständigen vom Verband privater Bauherren fiel bei uns zunächst aus 2 Gründen: mangelndes Fachwissen um ausgeführte Arbeiten beurteilen zu können und die Erkenntnis aus dem Studium diverser Bautagebücher, dass ein Hausbau komplexer ist als es den Anschein hat und eine Menge schief gehen kann...

Unsere Zusammenarbeit mit dem Architekten vom VPB begann mit einem ausführlichen Beratungsgespräch und der Prüfung des Werkvertrags, den wir von Viebrock bekommen haben. Hierbei standen eher technische als rechtliche Aspekte im Vordergrund. Auch wenn der Vertrag von Herrn Blumenbach als sehr ausführlich beurteilt wurde, hatte er noch viel zu erläutern und machte uns auf Punkte aufmerksam, die wir noch beim Viebrock-Verkäufer geklärt haben. Auf diese Weise fühlten wir uns bei der Unterzeichnung des Werkvertrags deutlich sicherer.

Während der Bauphase haben wir zu bestimmten Zeitpunkten Termine vereinbart, an denen ein ausführlicher Rundgang auf der Baustelle erfolgte. Diese Termine haben gemeinsam mit unserem Bauleiter stattgefunden und Fragen zur Ausführung verschiedener Arbeiten konnten so direkt beantwortet werden. Zudem gab es für uns viele Erklärungen warum (und wie) z.B. auf Fensteranschlüsse oder Dämmungen besonders zu achten ist. Besonders gut fanden wir Hinweise, wie wir bei unseren regelmäßigen Besuchen auf der Baustelle selbst ein Auge auf die Qualität der ausgeführten Arbeiten werfen können.

Ein weiterer Moment, bei dem der begleitende Bausachverständige sehr beruhigend war, war der Termin der Endabnahme. Mal ehrlich, wer fühlt sich schon sicher dabei, ohne Erfahrung alle eventuellen Mängel am Bau zu erkennen? Einen Tag vor der Vorabnahme sind wir gemeinsam durchs Haus gegangen und haben die (wenigen) Mängel aufgenommen, die wir dann am Folgetag mit dem Bauleiter besprochen haben. Jetzt haben wir das gute Gefühl, dass keine böse Überraschung hinter irgendeiner Wandverkleidung auf uns lauert.

Rückblickend sind wir der Meinung eine gute Entscheidung getroffen zu haben. Es war aus menschlicher und fachlicher Sicht sehr angenehm mit Herrn Blumenbach vom Verband privater Bauherren zusammen zu arbeiten. Auch wenn aus unserer Sicht keine gravierenden Dinge von ihm entdeckt werden konnten (Thöle/Viebrock hat, wie schon beschrieben, eine sehr gute Arbeit abgeliefert), so gab es doch kleinere Dinge, die unser Häuschen noch einen Tick besser gemacht haben. Die Kosten sind transparent und man weiß, was auf einen zukommt. Die Investition (machte bei uns ca. 0,5% des Gesamthauspreises aus) betrachten wir nicht als "zusätzliche Kosten" sondern als Bestandteil "Qualitätssicherung" unseres Hausbaubudgets.

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